Innen-Leben – ein Do-it-your-self-Kartenset

INNEN-LEBEN. Ein DIY-Kartenset.

Innen-Leben von Sabine Ebersberger und Michael Bohne.

Stärkende Sätze für beispiellose Zeiten.

von Sabine Ebersberger und Michael Bohne

Wir befinden uns in einer Situation in der zugleich Veränderung und Stillstand vorherrschen, eine Situation, die wir alle so noch nicht erlebt haben und die uns fordert, unsere Unsicherheiten zu bewältigen und zu neuen Routinen überzugehen.

Um uns allen etwas Hilfe, Sinn und Lichtblick zu geben, haben Sabine Ebersberger und Michael Bohne zur Stärkung unser aller Resilienz und psychischer Widerstandskraft das kleine Do-it-your-self-Kartenset INNEN-LEBEN entwickelt. Mit INNEN-LEBEN bekommen Sie ein Werkzeug in die Hand, mit dem Sie Ihre ganz eigenen, auf Sie zugeschnittenen, stärkenden Sätze generieren können. Diese Sätze regen einerseits konkret Lösungen für spezifische Anliegen an. Auf der anderen Seite orientieren sie sich an den grundlegenden menschlichen Bedürfnissen nach Sicherheit, Autonomie, Beziehung und Selbstwertstärkung.

Kombinieren Sie die jeweils 40 Karten solange, bis Ihnen ein Satz stimmig erscheint, er sollte Ihnen aus der Seele sprechen und sich gut anfühlen. Wenn Sie sich diesen Satz (oder auch mehrere Sätze) dann wie ein Mantra oder einen Werbespruch verinnerlichen, haben Sie buchstäblich gute Karten Ihre Lebensqualität in dieser herausfordernden Zeit zu verbessern.

Den Download zum Ausdrucken finden Sie auf

INNEN-LEBEN.org

Einige Beispiel-Karten

Innen-Leben Beispielkarten

Autonomie und Verbundenheit

Bild: Anthony Tran, Unsplash

Das Wochenende steht vor der Tür. Ich will mir endlich Gedanken machen, wie ich ein neues berufliches Projekt, das mir persönlich am Herzen liegt, auf den Weg bringe. Da ruft eine Freundin an: „Trinkst du einen Kaffee mit mir? Ich würde dich gerne sehen…!“

Manchmal haben wir zwei Seelen in unserer Brust, wie Goethe das so schön sagte. Die Balance zwischen Autonomie und Verbundenheit ist eine uralte Spannung, die Menschen antreibt und umtreibt.
In der TA gehören diese beiden Pole nicht umsonst zum Basiskonzept.
Jeder Mensch ist einzigartig und strebt sein Leben lang nach seinem eigenen Ausdruck, will sich selbst entwickeln und verstehen, seinen persönlichen Platz in der Welt haben. Gleichzeitig können Menschen ohne den Kontakt zu anderen nicht leben. Zu ihrem Grundbedürfnis gehört unbedingt, dass sie sich im anderen – oder in der Natur – spiegeln, verstanden fühlen und Resonanz finden wollen. Menschen können nur in Verbundenheit mit anderen Menschen und ihrer Umwelt existieren und wachsen.

Ich wage jetzt zu behaupten, dass diese beiden Pole gar keinen Widerspruch darstellen.
Es fühlt sich vielleicht an wie zwei Seelen in unserer Brust, ist aber im Grunde nur eine.

weiterlesen

Gefühle in Dissonanz

Bild: Mael Balland, Unsplash

Beim Wochenendeinkauf treffe ich eine gute Bekannte und wir erzählen uns offen ein bisschen aus unserem Leben.
Sie sagt: „Meine Chefin hat mich gestern in meinem Team vor allen bloßgestellt und mir eine Szene gemacht, ich bin ganz schön fertig deswegen!“ Ich schaue sie an und sehe sie mühsam lächeln während sie mir das erzählt.
Ich sage: „Oh, das ist aber doof, dass sie das direkt vor deinen Kolleginnen macht!“
„Na ja, sie wusste es halt nicht besser, aber kränkend war es schon für mich,“ erzählt sie weiter, „ ich werde wohl drüber hinweg kommen, jetzt ist ja erstmal Wochenende…“
Wieder sehe ich, wie sie mich dabei anlächelt. Mir wird ganz komisch. Ich mag sie gar nicht mehr anschauen. Es fühlt sich in mir augenblicklich so an, als hätte ich zwei verschiedene Schuhe an den Füßen, wackelig und irgendwie falsch.

Was passiert hier gerade?

weiterlesen

Ein Lob der Gefühle

Kennen Sie das auch?
Ich laufe durch die Fußgängerzone meiner Stadt und ein Mensch vor mir lässt seine leere Zigarettenschachtel oder ein Verpackungspapier fallen, fast unbemerkt.
In mir steigt Ärger auf! Soll ich ihn ansprechen oder soll ich nicht?
Alles läuft in Sekundenschnelle ab und ich muss es sofort entscheiden. Oder hat mein Körper es schon entschieden? Mein Beine werden warm und fest, meine Schritte größer. Entschlossen hebe ich die Schachtel bzw. das Teil auf, beschleunige meinen Schritt und hole den Menschen etwas außer Atem ein:
„Guten Tag, kann es sein, dass Sie dieses hier verloren haben?“
Die Reaktionen der Menschen sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Von einem freundlichen „Oh, das war tatsächlich ich?“… bis zu einem ungehaltenen „Was fällt Ihnen denn ein, haben Sie nichts Besseres zu tun?“

Ohne meinen Ärger hätte ich diese schnelle und klare Konfrontation nicht geschafft. Manche Menschen sagen ja auch über eine Situation, in der sie heftig reagiert haben: Es ist einfach in mich gefahren!
Was ist dieses „es“?

weiterlesen